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Knowledge

Spiroergometrie verstehen.

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Was ist Spiroergometrie?

Unter Spiroergometrie, auch Ergospirometrie genannt, versteht man die parallele Untersuchung der Reaktionen von Herz, Lunge, Kreislauf und Stoffwechsel auf körperliche Belastung. Über Maske oder Mundstück strömt die Atemluft durch einen Volumenstromsensor; eine gekoppelte Gasabsaugstrecke entnimmt kontinuierlich Gasproben, die das System auf ihren Sauerstoff- und Kohlendioxidgehalt analysiert.

Grundlegende Messwerte sind Atemvolumen und -frequenz, Sauerstoffaufnahme, Kohlendioxidabgabe und Herzfrequenz. Daraus errechnen sich Atemminutenvolumen, Gasaustauschrate und die Atemäquivalente für Sauerstoff und Kohlendioxid. Sie bilden die Basis für differenzierte Aussagen zur Leistungsfähigkeit der einzelnen Organsysteme.

Historie

Die Geschichte der Spiroergometrie

Was im Körper geschieht, wenn die Belastung steigt, beschäftigt die Forschung seit über zwei Jahrhunderten. Bereits 1789 untersuchten Antoine Laurent de Lavoisier und Armand Séguin den menschlichen Gasstoffwechsel bei körperlicher Arbeit. Jahrzehnte später analysierte der Physiker Gustave-Adolphe Hirn mithilfe luftdicht abgeschlossener Kammern die Ausatemluft auf ihren Gehalt an Kohlendioxid, Sauerstoff und Stickstoff.

1923 formulierte Archibald Vivian Hill mit der maximalen Sauerstoffaufnahme (V̇O₂max) eine der bis heute wichtigsten spiroergometrischen Kennzahlen. Damit war das Fundament für die moderne kardiopulmonale Belastungsdiagnostik gelegt.

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